FPX 2019: Doinb und das vergessene Europa
FunPlus Phoenix 3-0 G2 · Paris
6 min read #worlds-2019#fpx#g2#doinb
Europas Jahr
2019 war Europas Jahr. G2 Esports — Wunder, Jankos, Caps, Perkz, Mikyx — hatte das MSI gewonnen und dabei SKT und Team Liquid zerstört, mit dem unterhaltsamsten und flexibelsten LoL, das je zu sehen war: mit Pyke und Syndra auf der Botlane und ungewöhnlichen Picks auf jeder Lane.
Paris erwartete in der AccorHotels Arena die europäische Krönung.
Die chinesische Mauer
Auf der anderen Seite der Bühne: FunPlus Phoenix mit GimGoon, Tian, Doinb, Lwx und Crisp. Ein Team ohne mechanische Superstars, aber mit dem bestgeölten System des Planeten — gebaut um einen einzigartigen Midlaner: Doinb, den König der Roams, der seltsamen Champions und des Shotcallings in vier Sprachen.
Ein 3-0, das niemand kommen sah
Das Finale war eine taktische Lehrstunde: Tian schaltete Jankos aus, Doinb auf Nautilus und Ryze sprengte die Map, und Lwx starb in der gesamten Serie kein einziges Mal. 3-0 für FPX vor einer Pariser Kulisse, die vom Taumel in Schweigen verfiel.
G2, das beliebteste Team des Jahres, blieb ohne Krone. Doinb hob den Pokal mit seinem berühmten Tanz, und Tian wurde MVP.
Vermächtnis
FPX bewies, dass das System das Talent schlägt, wenn das System ein Gehirn wie Doinb hat. Und Europa lernte seine härteste Lektion: Schön zu spielen reicht in einem WM-Finale nicht.
Paris 2019: die Nacht, in der Europa den Himmel berührte und einem Phönix begegnete.